Rover Der Name
Rover - ein Begriff altgermanischen Ursprungs und im ‚middle
english' nachweisbar. Ein zufälliges, markantes Ziel für Bogenschützen, auf welches sich der abgeschossene Pfeil als ‚wanderer' darauf zu bewegt. Später Synonym für ‚wanderndes, streunendes Volk' allgemein.

Der Bund
„Es sind die gegenseitige Blicke, an denen man eine solche Gruppe erkennt: Das gütige Auge, der wohlwollende Blick, die stumme Kommunikation. Insbesondere bei Erwachsenen, denn da würde man es am allerwenigsten erwarten ... heutzutage."
- jürgen ubl-

„Bündisch, das ist die freiwillige Einbindung in eine Gruppe von Menschen, die man mag, und die gleiche Neigungen und Interessen verfolgen: Das ist ein Bund."
- paulus buscher -

"Es ist die Stätte, wo Menschen einer ganz bestimmten Art sich gefunden hatten, von woher sie den inne­ren Rückhalt erhalten".
- werner helwig -

"Wenn ihr's nicht fühlt, ihr werdet's nicht erjagen"
- j.w. von goethe -

Die Runde
Kreis nahezu „Gleicher unter Gleichen"; gedankliche Nähe an die Ritter der Tafelrunde. Ein runder Tisch ohne erkennbare Hierarchie.

Das Symbol:
Die rote Rover-Lilie
Unsere alte Lilienform (Kreuzlilie) entspricht bis 1965 dem Zeichen der Georgspfadfinder. Danach wurde sie ‚aufgegeben'. Wir hauchen ihr neues Leben ein. Für uns ist sie Sinnbild für Freiheit, innere Werte und Toleranz.

Unsere Lilienform beinhaltet das Kreuz der Christenheit, die Arme der Reinheit, die 3 Punkte des Pfadfinderversprechens (Pflichterfüllung gegenüber Gott, dem Vaterland und den Mitmenschen) sowie den Bund der Brüderlichkeit. Unsere Lilie unterscheidet sich vom internationalen Pfadfindersymbol (ohne Kreuzeszeichen). Dieses hat die Form einer Kompassnadel, welche immer unbeirrt in "eine Richtung - die richtige Richtung" weist.

Unser Selbstverständnis
Die Gemeinschaft der "Alt-Rover" versteht sich als Lebensbund und Männerorden. Ihre Mitglieder sind geprägt von gegenseitiger Achtung und tiefer freundschaftlicher Zuneigung.
Grundlage ist unsere, durch pfadfinderische Wahrnehmung motivierte Auffassung von Gesellschaft und demokratischer Grundordnung.

Unser Handeln wird bestimmt durch den Inhalt der internationalen Pfadfindergesetze, sowie unserer Verantwortung zur Gegenwart und unserer Verpflichtung zur Vergangenheit. In Anlehnung an die deutsche Jugendbewegung gestaltet der Einzelne - aus eigener Bestimmung, in eigener Verantwortung und innerer Wahrhaftigkeit - sein Leben im Kreise seiner Kameraden. Für diese Freiheit treten wir ein.

Die Runde der Alt-Rover kultiviert pfadfinderische und bündische Lebensweisen sowie deren Ideale. Das gesellschaftliche Leben findet bei wöchentlichen Zusammenkünften statt; seinen höchsten Ausdruck erfährt es durch abenteuerliche Fahrtenziele, Wildwasserfahrten und gemeinsame Erfahrungen unter extremen persönlichen Belastungen.

Der Alt-Rover sucht das außergewöhnliche Erlebnis und realisiert es gemäß seinem Leitspruch: "Rover zu sein ist ein Versuch, sich aus der Eintönigkeit des täglichen Lebens zu befreien". (Peter 1976)

Unsere Geschichte
Ursprünglich aus Mitgliedern des DPSG-Stammes St. Lioba Mannheim entstanden, wurde unsere Rover-Runde 1972 gegründet. Unsere persönliche Ausbildung und Maßstäbe blieben von den Einflüssen der 68er Generation noch weitgehend verschont. Die nachfolgenden strukturellen und inhaltlichen Veränderungen innerhalb der DPSG waren für uns schwer nachvollziehbar und wurden vielfach abgelehnt.

Die heutigen Alt-Rover setzen sich aus 3 aufeinander folgenden Rundengenerationen zusammen, deren Mitglieder teilweise Funktionen innerhalb des Stammes wahrgenommen haben. Mit dem Ausscheiden des letzten Führungsmitgliedes 1983, ging auch die komplette Runde der Alt-Rover eigene Wege. Durch jahrzehntelange Freundschaft verwirklichte sich die Idee des Lebensbundes. Ein Gedanke, der sich innerhalb eines reinen Jugendverbandes nicht verwirklichen ließe.

Herkunft des Namens 'Rover':

Der Name ist sicher germanischen Ursprungs und im "Middle English", "Middle Dutch" und "Middle Low German" nachweisbar. Der Begriff wird in zwei, voneinander scheinbar unabhängigen Bedeutungen verwendet:

archery (Bogenschießen)
>>rover (Middle English) = mark chosen at undetermined range; mark for long-distance shooting.
(>>rover<< ist also ein zufällig ausgewähltes Ziel, auf das sich der abgeschossene Pfeil als >>wanderer<< zubewegt. Denkbar, dass mit einem solchen Zielschießen mittelalterliche Meinungsverschiedenheiten unblutig und sportlich an Ort und Stelle ausgetragen wurden (z.B.: Wer darf zuerst die Brücke passieren!?)

Weitere Beispiele:

- to rove = to wander without settled destination (ohne bestimmtes Ziel)
- to be on the rove (Wanderbursche auf der Walz)
- She's always been a rover (wanderer) (...zwischen den Welten)

Outlaw (Gesetzloser)
>>rover (Middle Dutch, Middle Low German) = Sea robber, pirate (rover - roven - rob)

Anmerk.: auf dem europ. Festland hat sich der Begriff bereits vom "rastlosen Wanderer ohne bestimmtes Ziel" wegbewegt, hin zu einem "outlaw" - einer sozialen Ecke, wo sich das "land- und seefahrende Volk" sowieso automatisch wiederfindet.

heute
>>rover = senior boy scout

Rover
Rover
Rover
Rover
Rover
Rover
Rover
Rover
Rover
Rover
Rover
Rover
Rover
Rover
Rover
Rover
Rover
Rover