...denn Rover sein ist ein Versuch, Extremity zu sein! (Liedrefrain)
ROVER - EXTREMITY Eishöhle

Unter Rover-Extremity verstehen wir eine etwas andere Form des "Wanderns". Extremity-Touren sind Rucksacktouren und dauern in der Regel 2 bis mehrere Tage. Die Notwendigkeit der Übernachtung wird dadurch geregelt, daß nur "natürliche" Nachtläger bezogen werden sollen. Hervorragend geeignet sind natürliche Felsenüberhänge, höhlenartige Öffnungen, Schächte verlassener Bergwerke oder Burgruinen mit in den Fels geschlagenen Räumen. Proviant ist mitzuschleppen, Wasser aus einem nahen Bach oder Quelle abzukochen. Die Lagerstätten liegen immer sehr versteckt in den Wäldern. Mittlerweile haben wir ein besonderes Auge entwickelt und finden immer wieder neue Möglichkeiten. Rover-Extremity findet in der Regel ohne Rücksicht auf das Wetter statt. "Jour fix" ist das Palmsonntag-Wochenende. Aber auch Touren im Februar oder in der Hitze des August wurden bereits durchgeführt.

Entsprechend den Anforderungen haben wir auch eine entsprechende Ausrüstung: Schlafsäcke bis minus 26°C – es soll ja keiner erfrieren -, leistungsfähige Touren- oder Trekking-Rucksäcke, Isomatten, Planen für den Untergrund oder gegen Regen, Beil und Klappsäge zum Holzmachen. Für die Dauer-Beleuchtung benötigen wir eine handliche Gas- oder Petroliumlampe. Als Leuchtmarkierung in Höhlen oder Ruinen eignen sich auch Grab-Kerzen in hervorragender Weise. Fast immer reisen wir Freitag Abends an. In der Nacht beginnt dann das "Anlaufen" des ersten Lagers. Leistungsfähige Taschenlampen (1 km Reichweite) sorgen dafür, daß wir nicht am Ziel vorbeimarschieren. Endlich angekommen, soll ein kleines Lagerfeuer (20 x 20 cm) für Gemütlichkeit sorgen. Kritisch ist immer die Suchen nach Feuerholz in der Nacht. Da ist schnell mal einer weg! Wenn gekocht wird, dann mit kleinen Campinggas-Kochern. Das geht schnell, ist sauber und platzsparend. Mitgenommen werden nur "trockene" Gerichte (z.B. Reis, Nudeln, Soßenpulver), denn Wasser zum Aufkochen gibt es in der Natur fast überall. Soll gegrillt werden, bindet man geschwind ein Dreibein aus Astholz zusammen. Ein mitgeführtes Metallgitter und fertig ist der Schwenkgrill! Meist ernähren wir uns aber von Trockenwürsten, Käse und Brot. Das schimmelt nicht so schnell und ist leicht zu transportieren. Die Kleidung soll strapazierfähig sein und der Witterung angepaßt: Dicke Jeans oder Moleskin-Hose, Woll-Socken (Vorteil: brauchen nicht gewechselt werden), Wanderstiefel (Springerstiefel haben trotz der Medienpräsenz ein hervorragendes Preis/Leistungsverhältnis), Pullover, Regenponcho, Jacke und Hemd bzw. Unterhemd zum Wechseln. Nichts ist unangenehmer, als nach einem Anstieg mit schweißnassem Rücken in der Kälte rumzustehen. Also lieber bei minus-Graden ein frisches T-Shirt angezogen, als eine Grippe riskieren. Ein paar Bierdosen oder Flaschen sorgen für die nötige Gewichtsverteilung im Rucksack. Bier ist nahrhaft und sorgt für gute Stimmung in der Mannschaft.

Eishöhle
Zeremonie
ä Kärsch
Abendrot an der Jagst